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Stadtgemeinde Klosterneuburg

Geschäftsabteilung - IV - Stadtplanung

Klosterneuburg am 16.06.2005

Geschäftszahl: IV/1-A706-31/04

 

Betrifft: Örtliches Entwicklungskonzept 2004

K U N D M A C H U N G

Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Klosterneuburg hat in seiner Sitzung am 1. Oktober, TOPI/40 folgende

V E R O R D N U N G

beschlossen:

§ 1

Auf Grund des § 22 Abs.1 des NÖ Raumordnungsgesetzes 1976 LGBl. 8000-17 wird das örtliche Raumordnungsprogramm der Stadtgemeinde Klosterneuburg dahingehend abgeändert, dass es durch ein örtliches Entwicklungskonzept und die dazugehörende Plandarstellung gem. § 13 Abs. 2 und 3 des NÖ Raumordnungsgesetzes 1976 LGBl. 8000-17, wie im § 2 dieser Verordnung festgelegt ist, ergänzt wird.

§ 2

Der § 2 der in der Gemeinderatssitzung am 17.12.1987 beschlossenen Verordnung des Örtlichen Raumordnungsprogrammes lautet neu: 

Örtliches Entwicklungskonzept

2.1 Allgemein

Die Sicherung des hohen Wohnwerts, die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Schutz der Umwelt (Wienerwalddeklaration, Klimabündnis, Natura 2000, ...) sollen unter Bedachtnahme auf die abschätzbaren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bewohner erfolgen.

2.2 Bevölkerung

Das örtliche Entwicklungskonzept ist auf eine zu versorgende Bevölkerungszahl von max. 35.000 Einwohnern ausgelegt.

2.3 Siedlung

Der funktionalen Gliederung der Siedlungsbereiche der Stadtgemeinde Klosterneuburg liegen folgende Bandbreiten von Einwohnerzahlen in den Katastralgemeinden zugrunde:

Einwohnerpotentiale der Katastralgemeinden:

Funktionales Modell:

Einwohnerpotentiale der Katastralgemeiden Funktionales Modell

Der Siedlungsentwicklung wird folgende räumlich-funktionale Gliederung zu Grunde gelegt:

2.3.1 Zentren

HAUPTZENTRUM

Kernstadt Klosterneuburg

 

NEBENZENTREN

Kierling, Kritzendorf, Weidling

 

LOKALE ZENTREN

Höflein, Maria Gugging, Weidlingbach

 

2.3.2 Achsen

INNERE ACHSEN

(Klosterneuburg-Kierling, Klosterneuburg-Kritzendorf, Klosterneuburg-Weidling)

ÄUSSERE ACHSEN

(Kierling-Maria Gugging, Kritzendorf-Höflein, Weidling-Weidlingbach)  

2.3.3 Verdichtungsräume

2.3.4 Einfamilienhausgebiete

2.3.5 Wohngebiete mit eingeschränkter Verkehrserschließung

2.3.6. Stadtentwicklungsgebiete

2.3.7. Betriebsgebiet Schüttau

2.4 Naturraum - Erholungsraum

2.4.1Stärkung und Ausbau der Funktionsvielfalt des Wienerwalds im Hinblick auf die Freizeitaktivitäten (Sport, Erholung, ...) unter besonderer Berücksichtigung der erforderlichen Schutzmaßnahmen für naturschutzfachlich bedeutsame Zonen und festgelegte Schutzgebiete.


2.4.2Stärkung der Freizeit- und Erholungsfunktionen in der Klosterneuburger Au als Bindeglied zwischen Stadt und Donau unter besonderer Berücksichtigung bestehender Schutzgebietsfestlegungen.

2.4.3Erhaltung der historisch gewachsenen Nutzungen in den Gartenzonen, Kleingärten udgl. im Weichbild der Stadt zwischen Bauland und land- und forstwirtschaftlich geprägter Flur.

2.4.4 Erhaltung der offenen, landwirtschaftlich geprägten Flur mit Ihrer Bedeutung als Pufferzone zwischen Wald und Siedlungsgebiet, insbesondere Erhaltung der Weinbaulandschaft und der Wienerwaldwiesen als landschaftsprägende Elemente.

2.4.5 Vorsorge für eine adäquate Vernetzung der unterschiedlichen Naturräume sowie ihrer jeweiligen Funktionen (Naturschutz und Freizeitaktivitäten) durch geeignete landschaftsprägende und siedlungsgliedernde Grünraumelemente.

 

2.5 Wirtschaft

2.5.1 Weiterentwicklung der Stadtgemeinde Klosterneuburg als Wirtschaftsstandort mit hoher Branchenvielfalt mit den Schwerpunkten Handel, Dienstleistungen und Gewerbe insbesondere der Verbesserung des Angebots an hochwertigen Arbeitsplätzen.


2.5.2 Sicherung und Weiterentwicklung der Stadtgemeinde Klosterneuburg als Ausflugs- und Naherholungsziel durch den Ausbau des Angebots im Gastronomie-, Kultur-, Freizeit- und Erholungsbereich.

2.5.3 Bedachtnahme auf die angestrebte räumlich-funktionale Gliederung bei gemeindlichen Maßnahmen zu den Punkten 2.5.1 und 2.5.2.

 

2.6 Verkehrssystem

2.6.1 Vermeidung von Neuverkehr durch Ausschöpfung der Möglichkeiten zur gegenseitigen Abstimmung von Siedlungsentwicklung und Verkehrsplanung.

2.6.2 Bedachtnahme auf die angestrebte räumlich-funktionale Gliederung bei gemeindlichen Maßnahmen zu Verkehrsmaßnahmen.

2.6.3 Entlastung der Wohnbevölkerung durch Verlagerung des Verkehrsaufkommens nach Maßgabe der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten in Richtung ÖPNV.

2.6.4 Verkehrsentlastung der Kernzone und Zentren, z.B. Stadtplatz vom Durchzugsverkehr.

2.6.5 Verbesserung der regionalen Vernetzung und Erreichbarkeit.

 

§ 3

Im § 3 und 4 des örtlichen Raumordnungsprogrammes werden jeweils die Wortfolge "302 Planblätter" durch die Wortfolge "89 Planblätter" ersetzt.

§ 4

Die NÖ Landesregierung hat diese Verordnung gem. § 21 Abs. 6 und 9 i. V.m. § 22 Abs. 4 des NÖ Raumordnungsgesetz 1976, LGBl. 8000-15, mit Bescheid vom 2. Juni 2005, RU1-R-308/100-2004, genehmigt.

§ 5

Diese Verordnung tritt gemäß § 59 Abs. 1 der NÖ Gemeindeordnung 1973, LGBl. 1000-10, mit dem auf den Beginn der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

 

Für den Gemeinderat
Der Bürgermeister


Dr. Gottfried Schuh

Angeschlagen am:

Abgenommen am: 05. Juli 2005

Geprüft gemäß § 88 NÖ Gemeindeordnung 1973

St. Pölten, am 11.7.2005
NÖ Landesregierung

Im Auftrage